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  • Valerie Voggenreiter

Auf zu neuen Ufern - das Wandercoaching mit netzwerk n

Wenn Ideen die Wandel mitgestalten wollen, Formen annehmen, ist das ein tolles Gefühl! Noch besser wird es, wenn sie auf positive Resonanz im Umfeld stoßen. So erging es uns – den Initiator*innen Fanny, Lena, Schirin, Simon und Valerie des Silence Space Projekts an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE). Dank dem netzwerk n darf die an der HNEE geborene Idee sich verbreiten und wir dürfen uns als Kleingruppe professionalisieren. Das Wandercoaching (WaCo) vom 31.07. – 02.08.2020 hat uns hier auf eine tolle Weise unterstützt und uns in unserem Wirken bereichert. Im Folgenden teilen wir mit euch unsere prägendsten Erfahrungen.

Kontext

Nachdem es uns Ende 2018 gelungen war die Hochschulleitung davon zu überzeugen, dass Stille und Achtsamkeit die soziale Dimension der Nachhaltigkeit stärken und bereichern, durften wir eine Jurte am Waldcampus der Hochschule errichten. Diese dient dazu der Stille und dem Nichts Raum zu geben. Somit kann das Bewusstsein geschärft werden, dass gesellschaftliche Veränderung in uns selbst beginnen kann. Als die Jurte im Sommer 2019 fertiggestellt wurde, wuchs unsere AG auf ca. 12 Mitglieder. Eingerahmt wird das Silence Space Konzept von einem frühmorgendlichen, sowie abendlichen Programm, welches Austausch zu notwendiger gesellschaftlicher Transformation, sowie miteinhergehenden Prozessen der Selbsttransformation bietet.

Von AG arbeiteten wir fünf Initiator*innen daran, das Konzept von Silence Spaces auch über die Hochschule hinaus wirken zu lassen. In verschiedensten Bereichen von transformativen Unternehmen, Festivals oder dem Klimacamp boten wir Workshops zu innerer und äußerer Transformation an – auch hier erfuhren wir positive Resonanz.

Der Wunsch wuchs, auch nach dem Studium mit dem Silence Space Konzept zu arbeiten und es zu verbreiten. Wir gaben uns den Namen Schleiereulen und bemühen uns der Stille Gehör zu verschaffen, um die sozial-ökologische Transformation nachhaltig mitzugestalten. Doch wie können wir uns professionalisieren, bzw. so viele Menschen und Institutionen wie möglich erreichen? Wo genau sehen wir unseren Wirkungskreis? Was brauchen wir um zu wirken?

Im Herbst wurden wir durch eine Hochschulnachricht auf das WaCo von netzwerk n aufmerksam gemacht. Wir unterscheiden uns wohl etwas von anderen Initiativen, die sich für das Wandercoaching beworben haben. Wir fünf sind zwar noch Teil der AG (die ebenfalls mit den Einschränkungen, ausgelöst durch Covid-19, zu kämpfen hat), sind jedoch außer Schirin seit diesem Sommer fertig mit dem Studium und breiten unsere Flügel in Richtung neuer Wirkungsfelder aus. Die Beschreibung des WaCo schien vielversprechend, uns als Gruppe zu stärken, uns zu vernetzen, sowie von der Vision zur konkreten Mission zu gelangen. Wir bewarben uns und wurden angenommen.

Auch bei der Vorbereitung zum WaCo-Wochenende machte sich der gesonderte Umstand durch Covid-19 bemerkbar. Wir hatten große Bedenken, dass das Coaching nicht sattfinden können würde. Sehr gute Kommunikation und viele glückliche Umstände machten es letztendlich doch möglich. Da wir nur eine so kleine Gruppe sind und unsere Coachin Caroline nicht weit weg von Eberswalde in Berlin wohnt, konnten wir das Coaching im Kleingarten von Simon in Eberswalde stattfinden lassen. Wir nutzten den nahegelegenen

Wald für kürzere und längere Wanderungen, um der Idee des WaCo gerecht zu werden.

Tag 1

Am 31.07. begann unser gemeinsames Wochenende. Das Ankommen war entspannt. In freudiger Erwartung auf das, was kommen würde, gab uns Caroline ein imaginäres Geschenk, welches unsere Vorstellungskraft fütterte – der Stoff, aus dem Ideen gemacht sind.

Wir setzten uns als erstes mit unseren Erwartungen auseinander. Der wilde Kleingarten ermöglichte uns eine bunte, fröhliche Kulisse, in dem nun auch unsere Erwartungsblume auf einem Flipchart emporwachsen durfte. Nachdem wir uns alle unserer Ansprüche an das WaCo bewusstwurden, eröffnete sich unsere Agenda für die kommenden Tage in Form eines gezeichneten Wanderweges. Daraufhin begaben wir uns auf unsere erste kleine Wanderung. Im Wald auf einer Lichtung angekommen bat uns Caroline einen Gegenstand, den wir mit dem Projekt verbinden, hervorzuholen und zu erklären, was er für uns symbolisiert. So gelang es uns als Gruppe die intrinisische Motivation eines jeden zu erspüren – ein wichtiger Kleber für zukünftige Zusammenarbeit. Der Abend endete im Kleingarten mit einem leckeren veganen Abendessen und prasselndem Feuer.

Tag 2

Dieser Tag war wohl der ereignisreichste. Der Fokus lag darauf sich konkret mit Zielen des Projekts auseinander zu setzen. Nun durfte sich die Zielblume entfalten.

Um unsere Projekt- und Zielvorstellungen zu konkretisieren, half die Methode SMART: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert sollten wir vorgehen. Dies ermöglichte uns von der relativ abstrakten Vision zur Mission und letztendlich zum konkreten Ziel zu gelangen. Mit diesen im Herzen und im Kopf machten wir uns auf zu unserer größten Wanderung. Wir packten unsere Rucksäcke mit einem Waldsee als Destination – genau das Richtige bei 32 Grad und strahlend blauem Himmel.

Während des Wanderns teilten wir uns immer wieder in kleine Grüppchen und Caroline stellte verschiedene Fragen, über die wir uns während des Laufens austauschten. Nach ca. 10 Minuten gab es Stopps und wir teilten das Diskutierte in der Großgruppe. Es ging um Erfolge, Hürden, Wünsche und bereits erreichte Etappen. Wir bekamen so ein ganzheitliches Bild von dem, was wir schon geschafft hatten (z.B. die HNEE in ihrem Nachhaltigkeitsbestreben bereichert) und was wir noch erreichen wollen (z.B. Klärung der Gruppenstruktur, sowie Bereicherung und Transfer des Konzepts). Wir berührten dadurch vielerlei Ebenen. Es gab auch emotionalen Austausch, der uns Klarheit bezüglich unseres Bestrebens, sowie unserer möglichen Wirkungsfelder verschaffte.

Am See angekommen gab es eine feine Pause im kühlenden Nass und Brotzeit. Der Weg zurück war etwas länger als wir dachten und wir kamen erst gegen 19:00 wieder im Garten an. Hier sammelten wir noch einmal unsere Kräfte und sammelten das beim Wandern Besprochene in der Business Modell Canvas – eine stärkende Methode, in die wir am letzten Tag eintauchen sollten. Wieder endete unser Beisammensein mit einem vorzüglichen Gericht, vorwiegend mit vielem Guten aus dem Garten.

Tag 3

Nun wurde es konkret – wir betrachteten die überarbeitete Zielblume und widmeten uns der Business Model Canvas. Erkenntnisse der letzten zwei Tage konnten in den Kontext unseres Bestrebens uns zu professionalisieren gesetzt werden. Hier beginnt nun auch unsere weitere Arbeit. Meilensteine, Zielgruppen, Ressourcen, Bedürfnisse, Herausforderungen und Erfolgskriterien füllten unsere Canvas. Es fühlte sich danach an, als würde sich ein Kreis schließen – tatsächlich geschah dies durch einen Rundgang im Garten entlang unserer Ernte, der gestalteten Flipcharts, gefüllt mit unseren Gedanken und Zielen und nächsten Handlungsschritten.

Es ist hervorzuheben, wieviel Raum es für Schönes gab während unseres gemeinsamen Wochenendes – die essbaren Blumen im Salat, unsere von jedem Team-Mitglied vorbereiteten Überraschungsslots oder die bunten Dixit-Karten von Caroline. All dies hat dem Wochenende einen charmanten Charakter verliehen. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes aufgeblüht.

Wir freuen uns bereits auf das Nachbesprechungstreffen mit Caroline im November und über den Austausch wie der Prozess von der Vision zur Manifestation verläuft.

Vielen Dank an das netzwerk n für diese bereichernde Erfahrung und den Mut Ideen umzusetzen!








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Impressum

Inhaltlich Verantworlich sind die Schleiereulen (Valerie Voggenreiter; Fanny Langner; Lena Mutschler und Simon Ehinger)

Ansprechpartner: Simon Ehinger, Danckelmannstr. 1, 16225 Eberswalde

Kontakt: simon.ehinger@posteo.de

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